Entschädigung für Maßnahmen zur ASP-Prävention beantragen

Allgemeine Informationen

Sie können als Jagdausübungsberechtigte/r für jedes in Ihrem Revier erlegte Stück Schwarzwild eine Aufwandsentschädigung (Pürzelprämie) in Höhe von EUR 50,00 pro erlegtem Stück erhalten. 

Weiter können Sie für den Fund von Fallwild, Unfallwild oder für krank erlegte Stücke Schwarzwild ebenfalls eine Aufwandsentschädigung in Höhe von EUR 50,00 pro Stück beantragen. Dem Schwarzwild ist eine Probe zu entnehmen. Diese ist an das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zur Durchführung von Laboruntersuchungen zu übergeben und der Tierkörper ist anschließend in einer Tierkörperbeseitigungsanlage zu entsorgen.

Als Hundeführer können Sie für jeden Einsatztag Ihres Hundes auf einer revierübergreifenden Drückjagd eine Aufwandentschädigung von EUR 35,00 beantragen.

Rechtsbehelf

Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Aufwandsentschädigung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Aufsichtsbehörde aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Erforderliche Unterlagen

Dem Antrag für die Aufwandentschädigung für erlegte Stücke Schwarzwild (Pürzelprämie) sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • die erste Durchschrift (grün) des Wildursprungsscheines mit sich darauf befindlichem Nachweis über die erfolgte amtliche Untersuchung auf Trichinen oder Adresse sowie der Unterschrift des Abnehmers oder ein anderweitiger Nachweis über den Verbleib des Tierkörpers 
  • der gefrorene oder gekühlte Pürzel des erlegten Schwarzwildes
  • ein geeigneter Jagdbezirksnachweis in Kopie (einmalig)
  • Dem Antrag für die Aufwandsentschädigung für den Hundeeinsatz sind folgende Unterlagen beizufügen:
  • Brauchbarkeitsbestätigung gemäß § 1 Abs. 2 Satz 2 der Jagdhundebrauchbarkeitsverordnung
  • Kopie des gültigen Jagdscheines 
  • Dem Antrag für die Aufwandsentschädigung für den Fund von Fallwild, Unfallwild oder krank erlegte Stücke Schwarzwild sind folgende Unterlagen beizufügen:
    Zweite Durchschrift (gelb) des Wildursprungsscheines, auf der das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt die Angaben bezüglich der Probennahme sachlich bestätigt hat

Voraussetzungen

Antragsberechtigt für die Aufwandsentschädigung zur Erlegung von Schwarzwild (Pürzelprämie) und den Fund von Fallwild/Unfallwild/krank erlegtem Schwarzwild sind nur in Mecklenburg-Vorpommern Jagdausübungsberechtigte.
Antragsberechtigt für die Aufwandsentschädigung für den Jagdhundeeinsatz sind nur Hundeführer mit gültigem Jagdschein.

Kosten

keine

Verfahrensablauf

Die Aufwandsentschädigung wird auf schriftlichen Antrag bei der zuständigen Behörde gewährt. 

  • Zuständige Behörde ist das Forstamt oder Nationalparkamt, in dessen Gebiet der Jagdbezirk oder der größte Teil des Jagdbezirkes liegt.
  • Die notwendigen Antragsformulare sind bei der zuständigen Behörde erhältlich.
  • Die Anträge sind jeweils in der zweiten vollen Kalenderwoche des Folgemonats zu stellen.
  • Dem Antrag sind entsprechende Nachweise beizufügen.
  • Die Auszahlung der Aufwandsentschädigung erfolgt über die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern.

Bearbeitungsdauer

 Die Auszahlung erfolgt monatlich.

Fristen

Die Verwaltungsvorschrift tritt am 30. April 2022 außer Kraft.
Die Anträge sind jeweils in der zweiten vollen Kalenderwoche des Folgemonats zu stellen.

Formulare

  • Formular: Beim zuständigen Forstamt/Nationalparkamt vor Ort und online erhältlich
  • Online-Verfahren möglich: nein
  • Schriftform erforderlich: ja

Die Antragsformulare auf

  • Pürzelprämie
  • Einsatz von brauchbaren Jagdhunden auf revierübergreifenden Ansitzdrückjagden
  • Aufwandsentschädigung für den Fund von Fallwild, Unfallwild oder krank erlegtem Schwarzwild

finden Sie unter folgendem Link:

Hinweise

Nur in Mecklenburg-Vorpommern gültig

Zuständige Stelle

Inhaltliche Prüfung und Auszahlung durch: 

Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern
Fritz-Reuter-Platz 9
17139 Malchin

Das Finanzministerium, das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, die Auszahlungsbehörde und der Landesrechnungshof haben das Recht, die Einhaltung der Bestimmungen durch Besichtigung vor Ort und Stelle sowie durch Einsichtnahme in die Bücher, Belege und sonstigen Unterlagen zu prüfen oder durch Beauftragte prüfen zu lassen.

Ansprechpunkt

Das für Sie zuständige Forstamt oder Nationalparkamt finden Sie unter:

Fachlich freigegeben durch

das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt im Einvernehmen mit dem Finanzministerium und nach Anhörung des Landesrechnungshofes

Fachlich freigegeben am

03.02.2022

Teaser

Als Jagdausübungsberechtigte/r können Sie für die Erlegung von Schwarzwild (Pürzelprämie) in Ihrem Revier sowie für die Beprobung von Fallwild, Unfallwild und krank erlegtem Schwarzwild eine Aufwandsentschädigung beantragen.

Zuständige Stellen und Formulare

Detailansicht »

Adresse:
Anstalt öffentlichen Rechts LFoA - Landesforst M-V

Fritz-Reuter-Platz 9
17139 Malchin, Stadt

Ansprechpartner: